Die Lange Anna
Helgolands 47 Meter hohes Wahrzeichen aus rotem Buntsandstein. So erreichen Sie es entspannt, ganz ohne den steilen Fußweg ins Oberland.
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Ein Naturdenkmal mit Geschichte
Die Lange Anna ist ein freistehender Brandungspfeiler an der Nordwestspitze Helgolands: rund 47 Meter hoch, etwa 180 Quadratmeter Grundfläche und ungefähr 25.000 Tonnen schwer. Sie besteht aus rotem Buntsandstein, demselben Gestein, das der ganzen Insel ihre Farbe gibt.
Früher war der Felsen über ein Brandungstor (auf Helgoländisch Nathuurngatt) mit der Insel verbunden. Als dieses Tor einstürzte, blieb die Lange Anna allein zurück. Wann genau das war, ist bis heute nicht ganz eindeutig: Die gängige Angabe ist der 16. Mai 1860, in der Inselzeitung „Der Helgoländer“ findet sich dagegen mehrfach das Jahr 1865.
Seit dem 15. Oktober 1969 ist die Lange Anna offiziell ein Naturdenkmal. Bestiegen oder betreten werden darf sie nicht. Vom Klippenrand im Oberland lässt sie sich aber in Ruhe bestaunen, und bei tiefstehender Sonne leuchtet der Buntsandstein so tiefrot, dass sie das meistfotografierte Motiv der Insel ist.
Woher kommt der Name „Lange Anna“?
Oft wird erzählt, der Felsen sei nach einer besonders großen und hübschen Kellnerin namens Anna benannt. Diese Geschichte ist vermutlich eine spätere Erklärung. Wahrscheinlicher entstand der Name als augenzwinkernder Spitzname in der Kaiserzeit, ähnlich wie bei der „Dicken Bertha“.
Die Kleine Anna, ihre kaum bekannte Schwester
Direkt neben der Langen Anna steht ein zweiter, kleinerer Felsen: die Kleine Anna, auch Kurze Anna genannt. Sie ist deutlich jünger und entstand am 31. Januar 1976, als ein Felsteil aus dem Oberland abbrach. Die meisten Tagesgäste laufen an ihr vorbei, ohne sie zu bemerken.

hoch, vom Fuß bis zur Spitze gemessen.
liegt ihre Spitze über dem Meeresspiegel.
Offizielle Maße gibt es für die Kleine Anna kaum. Diese Werte haben wir selbst vor Ort nachgemessen.
Der Lummenfelsen, Heimat tausender Seevögel
Die Lange Anna und die angrenzenden Klippen bilden den Lummenfelsen, Deutschlands kleinstes Naturschutzgebiet und eine der bedeutendsten Seevogelkolonien des Landes. Fünf Arten brüten hier, die „Big Five“ der Helgoländer Vogelwelt: Trottellumme, Basstölpel, Dreizehenmöwe, Tordalk und Eissturmvogel. Für alle fünf ist Helgoland der einzige Brutplatz in ganz Deutschland, den Tordalk gibt es sogar nur in rund 50 Paaren.
Das spektakulärste Naturschauspiel ist der Lummensprung von Anfang Juni bis Anfang Juli: Die noch flugunfähigen Trottellummen-Küken springen in der Abenddämmerung von den bis zu 50 Meter hohen Klippen ins Meer, wo ihre Väter sie bereits rufend erwarten.

Der Schwarzbrauenalbatros
Immer wieder verirrt sich ein Schwarzbrauenalbatros an den Lummenfelsen, ein Irrgast von der Südhalbkugel, der eigentlich Tausende Kilometer entfernt lebt. Zuletzt sorgte er im Frühjahr 2022 für Aufsehen unter Vogelkundlern. Ob er wiederkommt, weiß niemand, aber die Chance macht jeden Besuch am Felsen spannend.

Klippen und Klippenrandweg
Die roten Buntsandstein-Klippen ragen rund 50 Meter aus dem Meer, an einzelnen Stellen knapp 60. Der höchste Punkt der Insel, der Pinneberg, liegt mit 61,3 Metern noch etwas höher im Oberland.
Der Klippenrandweg führt auf rund 3 bis 3,7 Kilometern einmal an der Steilkante entlang, vorbei an der Langen Anna, am Lummenfelsen und an mehreren Aussichtspunkten über der Brandung. Für die Runde sollten Sie etwa 1,5 Stunden einplanen.
Unterschätzen Sie die Wege nicht: Vom Hafen ins Oberland sind es rund 60 Höhenmeter, entweder über die Treppe mit 186 Stufen oder mit dem Fahrstuhl. Erst dann beginnt der ebene Weg am Kliff. Wer sich den Aufstieg sparen möchte, fährt mit der Premium-Tour direkt hinauf.
Die Lange Anna mit der Premium-Tour erleben
Unsere Premium-Tour ist der bequemste Weg zur Langen Anna. In einer kleinen Gruppe fahren wir durch das gesamte Unter- und Oberland direkt zum Wahrzeichen. Dort haben Sie 30 Minuten Aufenthalt, um den Felsen, den Lummenfelsen und die Brutvögel in Ruhe zu erleben, ganz ohne den anstrengenden Aufstieg zu Fuß.
Erwachsene 22 €, Kinder 6 bis 14 Jahre 15 €, Kinder unter 6 kostenlos.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nein. Die Lange Anna steht unter Naturschutz und darf nicht bestiegen oder betreten werden. Vom Klippenrandweg im Oberland können Sie den Felsen aber aus nächster Nähe sehen und fotografieren. Genau diesen Aussichtspunkt steuern wir mit der Premium-Tour an.
Die Lange Anna ist rund 47 Meter hoch und wiegt etwa 25.000 Tonnen. Sie besteht aus rotem Buntsandstein, demselben Gestein, das der ganzen Insel ihre Farbe gibt.
Ein seriöses Datum gibt es nicht. Der Felsen gilt aber als gefährdet und wurde über die Jahre mehrfach gesichert, unter anderem mit einer Schutzmauer (ab 1903) und einer Verfüllung des Fußes (1979). Ganz aufhalten lässt sich die Verwitterung durch Wind und Wasser nicht.
Die Kleine Anna (auch Kurze Anna) ist der kleinere Nachbarfelsen der Langen Anna. Sie entstand am 31. Januar 1976, als ein Felsteil aus dem Oberland abbrach. Nach unserer eigenen Messung ist sie 39 Meter hoch (Fuß bis Spitze), die Spitze liegt 41 Meter über dem Meeresspiegel.
Zu Fuß über den Klippenrandweg im Oberland, rund 1,5 Stunden für die Runde, mit etwa 60 Höhenmetern Aufstieg vom Hafen (Treppe mit 186 Stufen oder Fahrstuhl). Bequemer geht es mit unserer Premium-Tour: Sie fährt Sie hinauf und Sie haben 30 Minuten Aufenthalt am Felsen, ganz ohne Anstieg.
Die Lange Anna hautnah erleben
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